Die sanitäre Situation

Nach Erhebungen der Weltgesundheitsorganisation sind in den Entwicklungsländern 80% der Erkrankungen auf unzureichende sanitäre Verhältnisse zurückzuführen. Kinder sind hiervon besonders betroffen.

 

In der Rugazi Central Primary School ist die gesamte Sanitärsituation katastrophal.

 

Die Schule hat nur eine Wasserstelle am Rande des Schulgeländes. Die Pit-Latrinen müssen regelmässig auf dem Gelände versetzt werden, was ständig neues Land in Anspruch nimmt. 

Jedes Kind hat eine Plastikschüssel, mit der es Wasser von der Wasserstelle holt und damit sowohl sich als auch seine Kleider wäscht.

Die bestehenden Latrinen und Urinale können nur noch kurze Zeit benutzt werden.

Die Eltern haben 2008/2009 neue Urinale erstellt, die aber den hygienischen Anforderungen nicht voll entsprechen.

 

Hier einige Fotos von der gegenwärtigen Situation:

Das Ziel

Auf Vermittlung der GTZ (Deutsche Gesellschaft für Technische Entwicklung) planen wir in Zusammenarbeit mit SWARSS (ugandische anerkannte NGO) den Bau von zweckmäßigen, hygienischen und dauerhaften Sanitäranlagen, die ein häufiges Umsetzen der Pit-Latrinen etc. nicht mehr notwendig machen. Vorgesehen sind Toiletten in dauerhafter Bauweise mit den notwendigen Hygiene-Vorrichtungen, Entlüftung, antiseptischem Tank für den Gesamtbereich. Der Sanitärbereich wird Wasserzugang haben, damit sich die Kinder in einfachen Waschbecken oder Waschrinnen die Hände und die Kleider waschen können. Spültoiletten sind derzeit nicht sinnvoll, jedoch können die neuen Toiletten später entsprechend umgerüstet werden.

Die Sanitäranlagen können später auch zur Erzeugung von Biogas benutzt werden, wodurch Energie und Dünger erzeugt werden kann. Ebenso wird die Nutzung von Regenwasser eingeplant.

Die Erstellung dieser Sanitäranlagen wird eine wesentliche Reduzierung der Krankheitsfälle bei Schülern und Lehrern bewirken. 

Unser Antrag auf Zuschuss zur Erstellung der 1. Phase (20 Duschgelegenheiten für Mädchen und 20 Urinale) beim Kindermissionswerk wurde im Dezember 2009 genehmigt. Im 1. Quartal 2010 wurde mit dem Bau begonnen, und im Maerz 2011 waren die Anlagen erstmals benutzbar.

 

Ähnlich wie hier in einer anderen Schule in der Erzdiözese Mbarara wird es in Rugazi auch bald aussehen:

Es ist zu hoffen, dass bis zur Fertigstellung von Phase 1 genügend finanzielle Mittel aufgebracht werden, damit mit der 2. Bauphase unverzüglich begonnen werden kann. Denn 20 Duschgelegenheiten und Urinale sind für 800 Personen noch bei weitem nicht ausreichend.